pit Stop

Pit Stop hat es mit dieser Namensbezeichnung in der DDR nie gegeben, sodass über Pit Stop auch keine Aussage getroffen werden kann. Auch Pit-Shop war in der DDR kein Begriff.

Wenn aber davon ausgegangen wird, dass es sich bei diesem Pit Stop um einen Autoservices handelt, also um eine Autowerkstatt geht, dann hat es solche Pit Stop in der DDR auch gegeben. Diese Werkstätten, jetzt Pit Stop genannt, gab es aber in der DDR in nicht so großer Anzahl. Der Grund dafür war, dass es in der DDR auch weit weniger Autos als heute in Deutschland gab. Aber, wenn jetzt gedacht wird, weniger Autos ist gleichbedeutend mit weniger Arbeit, dann liegt hier ein Irrtum vor. Es gab zwar viel weniger Autos in der DDR, aber das heißt noch lange nicht, dass es auch viel weniger Arbeit an diesen Autos gab.

Das Gegenteil war der Fall. Da es sich ja hier meist um die Typen Wartburg, Trabant, Skoda, Moskwitsch, Lada und noch ein paar wenige andere Autotypen drehte, waren ja die Hersteller in der DDR, beziehungsweise in den befreundeten Nachbarländern zu suchen.

Wenn die Autos neu waren, da wurde auch kein Pit Stop gebraucht, aber nach einer gewissen Zeit wurden ja diese Autos auch alt. Und es kam der Zeitpunkt, wo viel mehr alte Autos über die DDR Straßen fuhren als neue Autos. Und diese Autos gingen langsam, aber sicher kaputt, und dann wurde ein Pit Stop gebraucht. Diese waren aber hoffnungslos überfordert. Das heißt, es gab viel zu wenig Pit Stop. Hatte ein Autobesitzer mit seinem defekten Auto das Glück, einen Termin in einer Werkstatt zu bekommen, dann musste er weiter auf Glück hoffen. Es war nämlich keinesfalls so, dass die benötigten Teile immer auf Lager waren. Auch hier musste mit Wartezeiten gerechnet werden. Die Schuld dafür lag nicht bei den Arbeitern. Die Schuld lag wo ganz anders. Aber wer dann glücklich mit repariertem Auto die Werkstatt verließ, der wünschte sich, dass sein Auto ihn nicht wieder im Stich lässt.