Zuckerwatte
Zuckerwatte ist vor allem für Kinder ein absolutes Muss, auf jedem Jahrmarkt und auf jedem Volksfest. Was genau an der Zuckerwatte so anziehend ist, darüber scheiden sich bis heute die Geister. Nun war natürlich auch in der ehemaligen DDR die Zuckerwatte äußerst beliebt. Diese klebrige, fadenartige Masse zieht die Kleinen geradezu magisch an. Doch, auch wenn die Zuckerwatte, im Grunde genommen nichts anderes als gesponnener Zucker, auch in der DDR sich großer Beliebtheit erfreute, so hat sie doch ihren Ursprung ganz woanders.
Erstaunlicherweise wurde die Zuckerwatte von einem Zahnarzt namens William Morrison in Zusammenarbeit mit dem Konditor John C. Wharton erfunden. Dies geschah bereits im Jahre 1897 in Nashville, Tennessee. Erstmals wurde die Zuckerwatte im Jahre 1904 der weltweiten Öffentlichkeit präsentiert. Für diesen Zweck hatte man sich die Louisiana Purchase Exposition, die Weltausstellung in St. Louis ausgesucht, was mit Sicherheit ein geschickter Schachzug war. Die Herstellung der Zuckerwatte als solches war in der DDR nicht viel anders als es heute überall der Fall ist.
Mit Hilfe der so genannten Zuckerwattemaschinen werden für eine Portion Zuckerwatte etwa 5 bis 6 Gramm Haushaltszucker erhitzt und somit auch verflüssigt. Mittels der Zentrifugalkraft wird nun dieser flüssige Zucker gesponnen. Dies geschieht, indem der Kristallzucker an einer Heizwendel bis zum Fließpunkt bei 150 Grad Celsius erhitzt wird und dann durch die Zentrifugalkraft vom Spinnkopf weggeschleudert wird. Da im Zuge dessen der Zucker wieder erstarrt, entstehen die für die Zuckerwatte typischen Fäden, die dann damals wie heute in einer Wanne am Rande entlang mit Hilfe eines Holzstabes aufgewickelt werden. Sowohl zu Zeiten der ehemaligen DDR als auch heute gibt es ja die Zuckerwatte in verschiedenen Farben, diese entstehen, indem dem ganzen einfache Lebensmittelfarbe zugesetzt wird. Ganz egal, ob nun in der ehemaligen DDR oder heute bei uns, Zuckerwatte ist eine der beliebtesten Naschereien auf jedem Jahrmarkt, ist somit aber auch die typische Jahrmarktssüßigkeit.

Das
Die ehemalige Mauer