Abzeichen
Die Vergabe verschiedenster Abzeichen war in der DDR die Methode schlechthin, um nicht nur Schüler, sondern auch Arbeiter zu motivieren. So konnte zwar jeder seine ganz normalen Sportabzeichen machen, ebenso wie das Schwimmabzeichen, doch es gab auch Abzeichen für herausragende Verdienste um den Betrieb, für die verschiedenen Dienstjahre und so weiter. Aber auch bei den Pionieren und der FDJ wurden Abzeichen verliehen. Hier in erster Linie für herausragende Dienste im Sinne der Organisation. Auch für besonders vorbildliches Lernverhalten wurden Abzeichen und Urkunden verliehen. Die Verleihung dieser Abzeichen war jedesmal in Feierlichkeiten eingebunden, im schulischen Bereich auch in den so genannten Fahnenappell.
So gab es denn zum Ende eines jeden Schuljahres einen großen Fahnenappell, der meist auf dem Schulhof abgehalten wurde. Hier wurden diverse Reden gehalten, die Fahne wurde gehisst und natürlich durften auch die Brieftauben nicht fehlen, die im Rahmen des Fahnenappells fliegen gelassen wurden. Sie galten als Symbol des Friedens und wurden daher auch Friedenstauben genannt. Nun wurden im Rahmen dieses Fahnenappells eben auch der jeweilige Jahrgangsbeste geehrt und mit Abzeichen und Urkunde ausgezeichnet. Diese Auszeichnung, verliehen vor der gesamten Schülerschaft, erfüllte jeden mit großem Stolz und war natürlich der Anreiz schlechthin, auch in Zukunft solche Lernergebnisse zu erzielen. Nicht selten gab es dann in der ersten Ferienwoche dann gleich nochmal eine Feierlichkeit im jeweiligen Betrieb der Eltern, hier wurde dann nochmals eine Urkunde überreicht, diesmal jedoch in den meisten Fällen in Verbindung mit einem Gutschein für den Bücherkauf.
Doch auch außerhalb der Schule war die DDR sehr großzügig mit der Vergabe von Abzeichen. So bekamen denn die Arbeiter nicht nur Abzeichen im Rahmen der Jubiläumsfeier für die geleisteten Dienstjahre, auch ansonsten wurden gerne Abzeichen verliehen, so zum Beispiel auch für besondere Leistungen im Sinne des Betriebes oder für erfolgreich absolvierte Weiterbildungsmaßnahmen. So war eine gute Mitarbeiterbindung gegeben und es war immer wieder ein gewisser Anreiz, die Leistungen noch zu steigern.

Das
Die ehemalige Mauer