Bortsch
Bortsch war in der DDR bekannt. Diese Suppe war aber nicht unbedingt in die Leibgerichte einzuordnen
Auch in den DDR Gaststätten war Bortsch zwar kein Fremdfort, aber so ein richtiger Knüller der ostdeutschen Küche wie etwa die Gulaschsuppe war es nicht. Bortsch hat eigentlich viele Länder, die als Ursprungsländer genannt werden. Bekannt ist, dass die Menschen der Länder Ukraine, Galizien, Weißrussland und Polen diese Suppe sehr gern essen. Auch in Litauen steht diese Suppe oft auf dem Tisch. Zur Namensgeschichte erzählen Überlieferungen, dass diese Suppe in Verbindung mit der Pflanze „Bortschewik“ gebracht wurde. Aus dieser Pflanze sollte eine ziemlich eigenartige Suppe hergestellt worden sein. An diesem Suppenname lehnte sich dann später Bortsch an.
Es handelt sich hierbei aber um kein Hauptgericht, sondern Bortsch wird oft als Vorsuppe gereicht. Auch zwischen den Mahlzeiten gibt es ab und an mal Bortsch. Bortsch wird regional unterschiedlich zubereitet. Hauptbestandteile dieser Suppe sind aber immer rote Beete oder rote Rüben und Kohl. Weiterhin ist enthalten: Zwiebeln, Möhren, Kartoffeln, Tomaten, Tomatenmark, frische Kräuter, Knoblauch und saure Sahne. Fleischbrühe ist natürlich auch dabei. Und diese wird ganz einfach hergestellt. Das Suppenfleisch wird mit etwa drei Litern Wasser zum Kochen gebracht, etwas Salz rein und dann zwei Stunden kochen lassen. Jetzt Brühwürfel hinein, und fertig ist die Fleischbrühe.
Natürlich setzt sich der polnische Bortsch etwas anders zusammen als der russische Bortsch oder der Bortsch in der Ukraine. Aber in den groben Zügen sind die Bestandteile dieser gut schmeckenden Suppe fast gleich, auch die Zubereitung wird ähnlich sein. Wichtig erscheint hierbei die relativ lange Garzeit bei wenig Hitze.
Bortsch ist also nicht unbedingt das echt typische russische Essen, für das diese Suppe bei uns oft gehalten wird. Aber das spielt ja auch nur eine untergeordnete Rolle. Die Hauptsache ist wohl, dass es schmeckt. Und wer einmal Bortsch gegessen hat, der kann dies bestätigen und weiterempfehlen.

Das
Die ehemalige Mauer