Eisbein

Zu DDR Zeiten war das Eisbein sehr beliebt, auch wenn Eisbein als solches nun kein typisches Gericht aus der DDR ist. Eisbein als solches gibt es auch in den Teilen des ehemaligen Westdeutschland, wenngleich es auch in allen Teilen Deutschlands einen anderen Namen hat. Somit ist also nicht das Gericht an sich, sondern die Bezeichnung Eisbein ein Produkt der ehemaligen DDR. Für alle, die mit dem Begriff Eisbein an sich nichts anfangen können, es handelt sich hier um ein Fleischgericht, welches aus dem Schweinebein stammt, aus dem Teil zwischen dem Ellbogengelenk und dem Fußfesselgelenk. Nun kann man hier jedoch absolut keine Verbindung zum Namen Eisbein als solches ersehen. Der Name Eisbein stammt ja aber eigentlich auch daher, dass früher aus den Knochen Schlittschuhkufen hergestellt wurden. Durch diese Verbindung ist denn auch der Name Eisbein entstanden.

Eisbein wird von Region zu Region unterschiedlich zubereitet, während in Norddeutschland das Fleisch noch vor dem Kochen gepökelt wird, wird im südlichen Raum Deutschlands das Fleisch in aller Regel ungepökelt in den Ofen geschoben und gebraten. In ganz Deutschland wird Eisbein einheitlich zu deftigen, wenn auch einfachen Gerichten ist, dies ist aber von Region zu Region wieder vollkommen unterschiedlich. Dies ist in Norddeutschland meist Sauerkraut, im Raum rund um Berlin ist dies in der Regel Erbsenpürree . Für Vereine ist das so genannte Eisbein essen ein Highlight, was meist einmal im Jahr im großen Rahmen veranstaltet wird. Dies kann durchaus auch schon mal eine Größenordnung von einigen tausend Leuten erreichen.

Zu Zeiten der ehemaligen DDR war Eisbein ein fester Bestandteil auf jedem Speiseplan. Vor allem im Winter wurde Eisbein oft serviert und nicht selten wurde auch hier die ganze Familie zum essen zusammengeholt. Somit war Eisbein vielleicht sogar eines der Nationalgerichte der DDR, auch wenn es nun eben kein typisches DDR Gericht war, sondern eigentlich nur der Name der ehemaligen DDR entstammte.