Halloren
Bei dem Begriff Halloren denken die meisten Menschen sofort an die leckeren Halloren Kugeln, doch die wenigsten wissen, dass es sich hierbei um eine typische DDR Nascherei handelt. Die Halloren Kugeln sind nach wie vor im Handel zu finden und sind vor allem zu Beginn der Weihnachtszeit beliebt wie kaum eine andere Nascherei. Aber wie entstanden diese Halloren Kugeln eigentlich?
In Halle an der Saale gab es die Bruderschaft der Salzwirker, diese nannten sich bereits ab dem Ende des 15. Jahrhunderts die Halloren. Aufgabe dieser Salzwirker war es, die Sole in so genannten Herdpfannen zu Salz zu verkochen. Man vermutet, dass die Halloren Schokoladenfabrik, die älteste Schokoladenfabrik Deutschlands, ebenfalls mit dieser Zunft der Halloren zusammenhängt, da die Halloren Kugeln die Knöpfe an der Kleidung dieser Zunft darstellen sollen. Diese von Friedrich August Miethe gegründete Kakao und Schokoladenfabrik in Halle an der Saale wurde erstmals im Jahre 1804 erwähnt. Im Jahre 1950 wurde die Fabrik enteignet und in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt, fortan unter dem Namen Süßwarenkombinat Halle. In Anlehnung an die in Halle an der Saale ansässige Bruderschaft der Halloren folgte dann im Jahre 1952 die Umbenennung der Fabrik in Halloren. Im Jahre 1992 wurde das Unternehmen durch die Treuhandgesellschaft an die Halloren Beteiligungs GmbH mit Sitz in Hannover veräußert.
Aber das ständige Hin und Her und Tauziehen um dieses Unternehmen hat der Beliebtheit der Halloren Kugeln absolut keinen Abbruch getan, sie sind beliebt wie eh und je. Wer einmal von den Halloren Kugeln probiert hat, der wird diese Nascherei nicht mehr missen wollen, sie ist nicht zu süß, hat die optimale Größe zum naschen im Vorübergehen und sie sind auch noch nett verpackt, somit auch gut als kleines Mitbringsel geeignet. Halloren Kugeln sind aber auch auf nahezu allen bunten Tellern zu Weihnachten zu finden, egal ob Jung oder Alt, sie sind schnell weg, sind sie erst mal entdeckt.

Das
Die ehemalige Mauer