Hirschgulasch
Fleisch war ganz allgemein ein fester Bestandteil des Speiseplanes zu Zeiten der DDR und wurde auch nahezu täglich in den verschiedensten Varianten und in reichlicher Menge auf den Tisch gebracht. Auch Wild war in regelmäßigen Abständen an der Tagesordnung. So gab es denn auch in der DDR einen äußerst leckeren Wildgulasch und der wurde nicht viel anders zubereitet, als es heute der Fall ist. Viele nicht DDR Bürger sind heute der festen Überzeugung, dass es ja ein absoluter Spottpreis war, in der Gaststätte einen Wildgulasch für nicht mal 4 Mark serviert zu bekommen, doch übersehen dabei viele, dass eben dementsprechend auch der Verdienst in der ehemaligen DDR nicht so wahnsinnig hoch war.
Der Hirschgulasch als solches wurde im Grunde genommen nicht viel anders zubereitet, als es heute der Fall ist. Die Geschmäcker waren auch schon zu Zeiten der ehemaligen DDR genauso verschieden wie es heute der Fall ist, insofern hatte auch in punkto Hirschgulasch jeder so seine eigenen Methoden in Sachen Zubereitung des Hirschgulasch. Privat war es jedoch nicht immer ganz so leicht, an frisches Wildfleisch zu kommen, wer da Beziehungen zu einem Jäger hatte, der war gut bedient. Im Handel war das Wildfleisch nicht allzu oft zu finden, meist war hier eine Vorbestellung geraten, jedoch ging, wie so oft in der DDR, auch das Fleisch für den geliebten Hirschgulasch nur allzu oft unter der Hand weg.
Man sieht, auch in der DDR waren Beziehungen ratsam und wurden auch dementsprechend gut gepflegt. Wenn man allerdings wirklich an Fleisch für Hirschgulasch herankam, dann war dieses stets frisch. Am besten war es jedoch, dieses direkt beim Jäger zu bestellen. Somit gab es nicht allzu oft Hirschgulasch, da meist auch der Gang in die Gaststätte besonderen Anlässen vorbehalten war. Es gab aber während der Saison schon mehrere Male Hirschgulasch, so dass im Grunde genommen niemand auf den Genuss verzichten musste, oftmals wurde die ganze Familie und auch die Freunde zum Hirschgulasch Essen eingeladen.

Das
Die ehemalige Mauer